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Zu
Gast beim Sylter Shantychor
Der Sylter Shantychor beging in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen
und hatte sich dazu Gäste eingeladen.
Nach intensiver Vorbereitung führte uns die Reise am 03. und 04 August
2002 nach Sylt, um musikalische Geburtstagsgrüße zu überbringen.
Da die Morgenstunde ja bekanntlich Gold in der Kehle hat, wurde sehr zur
Erbauung der Mitreisenden, schon zu früher Stunde kräftig gesungen.
In Westerland - musikalische Begrüßung über die Bahnhofslautsprecher
und durch unsere Sylter Betreuer.
Bestens gelaunt konnten wir in Hörnum erst einmal unsere Quartiere
bezeihen um dann mit dem nächsten Inselbus nach Westerland verschifft
zu werden.
Am Wilhelminenbrunnen, bei allerschönstem Sonnenschein, erster Auftritt
auf der Insel. Die Feuertaufe war bestanden.
Unsere Kundschafter Beate und Bernd hatten für die anschließende
Stärkung schon bei "Toni" reserviert.
Die Ruhepause, bei gutem Essen und einem kleinen Bier, tat allen gut.
Viel Zeit blieb aber nicht denn der große Auftritt in der Kurmuschel
stand ja noch bevor.
Also ab zur Kurpromenade.
Moin, ah, singen sie gleich in der Muschel?
Moin, Moin, ja beeilen sie sich man, sonst sind wir fertig bevor sie dort
sind!Schön, wenn man in der Kluft erkannt und so freudig begrüßt
wird.
15.00 Uhr, Kurmuschel, Kaiserwetter Tausende Menschen und wir mittendrin.Sängerherz,
was willst du mehr?
Diese großartige Kulisse war Ansporn zu Höchstleistungen und
der Beifall des begeisterten Publikums ließ uns noch schweben, als
wir uns nach zwei Zugaben längst unter die vielen Menschen gemischt
hatten.
Manch ein Chormitglied, so wurde mir berichtet, sei angesprochen worden,
ob wir denn als Profis durch die Bäder reisen! Danke für dieses
Lob!
Den herannahenden Abend erlebten viele von uns in Rantum,
wo der befreundete Shantychor "Neptun am Nord-Ostsee-Kanal"
auf einem Feuerwehrfest gesungen hatte und nun zum gemütlichen Teil
überging.
Bei anregenden Gesprächen und Getränken sowie einer zünftigen
Bratwurst vergingen die Stunden wie im Fluge. Spät in der Nacht gingen
die letzten Lichter aus.
"Reise, Reise, nach alter Seemannsweise. Ein jeder weckt den Nebenmann,
der Letzte stößt sich selber an!" Welch schauriger Ruf,
wenn die Nebel der Nacht noch gar nicht verflogen sind!
Es half ja nichts. Aufstehen, Waschen, Frühstücken, Kluft anziehen
und Sachen packen.
Unsere jugendlichen Mitbewohner hatten uns um ein kleines Morgenkonzert
gebeten und ihr Wunsch wurde, verbunden mit einem Dankeschön an unsere
Herbergseltern, gern erfüllt.
Wir hätten gar nicht erwartet, dass die kleinen Freunde so viel Gefallen
an Seemannlieder und Shantys haben, denn sie machten kräftig mit.Um
Nachwuchs für Shantychöre braucht uns nicht bang sein.
Nun aber auf zur nächsten Etappe nach Wenningstedt zum Frühschoppensingen.
Drei Chöre waren angereist und gaben, auf der schönen Naturbühne,
nacheinander eine Probe ihres Könnens.
Kurzentschlossen wurde dem begeisterten Publikum noch ein zusätzlicher
Höhepunkt verschafft.
Ein Großchor aus einhundert Sängern und Musikern unter Leitung
des großchorerfahrenen Gerhard Lüthje nahm die Zuhörer
noch einmal mit auf Reise.
Toll, wie schnell man Menschen einen kann! Wenn es doch immer und überall
so wäre!
Vollgepackt mit schönen Erlebnissen traten wir anschließend
die Heimreise an.
Wen wundert es, dass die Rückreise sehr ruhig verlief. Jeder war
beeindruckt und mit seinen Gedanken an das Erlebte beschäftigt.
Danke, liebe Sylter Freunde, für dieses schöne Wochenende!
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